Fotografie, Urlaub und mehr…

Elefanten, Zebras und Co.

Nun haben wir endlich nach vielen Tagen auch ein Internetcafe in Swakopmund gefunden.

Unsere Reise ist ja auch schon wieder fast vorbei.Wir haben wahnsinnig viel erlebt und gesehen und fotografiert…

Fangen wir mal in Windhoek an.Unsere erste Unterkunft, das Olive Grove Guest House war ganz schnuckelig und gemuetlich.Die Stadt selbst hat uns erst einmal einen Finanzschock verpasst: Wir kamen nirgends an Bargeld.

Visa ist voll fuer den A…Irgendwie und irgendwann klappte es dann mit Henners Mastercard…Oh Wunder.Und ohne Bargeld ist man hier total aufgeschmissen: Tanken, Eintritt fuer Parks, Restaurantbesuche…am besten immer cash.

Das, was wir von Windhoek gesehen, hat uns nicht wirklich begeistert, ziemlich laut und Baustelle, aber egal.

Am naechsten Morgen ging’s dann endlich raus in die Natur zum Waterberg Plateau.Vorbei an unzaehligen Warzenschweinen, die zum Glueck nicht auf die Strasse rennen…kamen wir nach ca 300 km dort an.Super Kulisse, riesiges Felsplateau, auf das man sogar hochwandern konnte.

Niedliches Buschchalet mitten in der Wildnis.Sind gleich beim Ausladen von einer Horde Pavianen begruesst worden…

Waren dort dann wandern, da wir eine Tierausfahrt leider nicht mehr machen konnten, wir waren leider zu spaet.

Vom Plateau aus hat man eine Wahnsinnsaussicht in die unendlichen Weiten…und zu den Pavianen…Bei einem Spaziergang durch den Busch sind vor uns ca 30 dieser netten Vertreter aufgetaucht…

Nancy: Was machen wir, wenn die uns angreifen?

Henner: Na fotografieren natuerlich!

Sie sind aber gefluechtet.

Nach Waterberg ging’s weiter zum Etosha Nationalpark.

Tierparadies pur!Im oestlichen Camp Namutoni erwartete uns eine hammergeile Luxuslodge, die uns erst einmal sprachlos machte.

Zebra

Zebra

Es gab sogar eine Aussendusche…

Von dort aus zogen wir dann zu diversen Wasserloechern, wobei das Tsumcor sehr stark frequentiert war, unter anderem von sehr vielen Elefanten…Was fuer ein Anblick!Was wir auch sehr oft gesehen haben, waren Zebras, Giraffen, Impalas, Springboecke, Gnus.

Aber am tollsten waren echt die Elis! Wir haetten nie gedacht, dass so grosse Herden (ca 30 Tiere) an den Wasserloechern auftauchen wuerden.

Nach 2 Tagen ging’s weiter nach Westen zum Halali-Camp.Das heisst tatsaechlich wegen frueherer Jagdgeschichten? so.

Dort kam es zu einem zu einem ernsten Zwischenfall: an einem Wasserloch konnten wir wieder eine Herde Elefanten beim Trinken beobachten, als auf einmal auf der anderen Seite des Lochs ein grosser Reisebus auftauchte.Ein grosser Elefantenbulle wollte sich gerade in diese Richtung entfernen und der Bus machte sich anscheinend einen Spass draus, ganz dicht am Tier vorbei zu fahren.Dem Eli gefiel das nicht und er verfolgte langsam aber bestimmt den Bus.Dieser kam dann in unsere Richtung und der Eli? verschwand aus dem Blickfeld.Wir traten dann den Rueckzug an und nach ein paar Metern stand der Riese ploetzlich vor uns!Getarnt hinter nem Baum.Dann kam er auch noch auf uns zu!Henner bekam ein wenig muffe aber die tapfere Nancy nicht.Rueckwaertsgang rein und langsam abhauen, mehr ging nicht.Der Bus war auf einmal wieder hinter uns, den haben wir dann als Schutzschild benutzt.Die anderen beiden kleinen Autos, die dort waren, reagierten ebenfalls so.

Nach ein paar Elefantenmetern hatte er anscheinend seinen Trampelpfad entdeckt und verschwand im Busch.Puh, Glueck gehabt!

Am naechsten Tag ging’s nach Okaukuejo-Camp, welches sich ebenfalls direkt im Park befindet.Auf dem Weg dorthin kam endlich der grosse Loewengenuss: am Salvadora-Wasserloch standen mehrere Autos, ein Paerchen meinte, dass im gruenen Busch ca 20 Meter vor uns eine Loewin liegt.Cool, Motor aus und warten.Tatsaechlich hob die Dame ab und an mal den Kopf…

Hinter uns wanderte eine Riesenherde Zebras mit Springbockgefolgschaft heran.Aufregend, weil sich das angestrebte Wasserloch ja ca 40 Meter neben den Loewen befand.Ein paar vorwitzige Boeckchen trauten sich ziemlich nah ran an den Busch, der Loewe ging in Deckung.Vielleicht stand der Wind gut?

Ploetzlich Megapanik, alle Boeckchen und Zebras mit einem Mal verschwunden, man hoerte nur ein extrem lautes Hufgetrappel!

Jemand aus dem Nachbarauto informierte uns, dass sich gerade noch von links der passende Mann zur Loewin naeherte…Spannend!

Und tatsaechlich tauchte er kurz danach am Wasserloch auf, voll der Maehnenkopf!

Er ging dann zu seiner Frau und legte sich ebenfalls nieder, mitten in die Sonne, der Dussel!

Zebras und Boecken kamen immer wieder naeher, aber anstatt das die Loewen sich mal nen Happen zum Essen holen, blieben die Faulis einfach im Busch liegen…

In Okaukuejo gab’s fuer uns wieder ne Riesenlodge, warum auch immer, kleiner waer auch gegangen.Es gibt im Camp ein beleuchtetes Wasserloch, was wohl auch ne Touri-Attraktion ist.Man soll sich auf nervige und vor allem laute und viele Touris einstellen.Dem war nicht ganz so, die Leute waren relativ ruhig.An beiden Abenden waren dort Elis und auch ein Nashorn zu sehen.Und Hyaenen und Schakale, wobei diese sogar durch das Camp geflitzt sind.

Ein tolles Wasserloch in der Umgebung war das Olifantsbad, wie der Name schon sagt, natuerlich oft von Elis besucht.

Am Tag unserer Weiterfahrt machten wir dort noch einen langen Stop, der sich dann wieder mit einer Riesenherde (ca 35) bezahlt gemacht hat.Man muss einfach auch Geduld mitbringen (und Kreuzwortraetsel).

Da waren dann auch wieder ganz kleine dabei, die haben staendig rumgetobt und die Springboecke vertrieben.Sehr suess auch, wenn die Kiddies versuchen, zu trompeten…

Von dort ging’s weiter zur Vingerklip, einer 35 Meter hohen Felsfingerformation.Als wir? den Park verliessen, waren wir schon ein wenig wehmuetig, diese extreme Tiervielfalt war schon der absolute Hammer, auch wenn wir Zebras und Boeckchen nicht mehr so wahrgenommen hatten, wie am Anfang.

Das Gebiet rund um die Vingerklip sieht aus wie Arizona, unendliche Weiten, sehr trocken ab und an Huegel und Berge und dazwischen skurile Felsgebilde wie im Monument Valley.

Die Lodge war der absolute Hammer, wieder riesig gross, mit Zwischendecke, auf der auch noch ein grosses Bett stand.Eigentlich wollten wir oben schlafen, aber dann hat die kleine Nancy die riesige Spinne unterm Rietdach entdeckt und es war aus.Also wurde unten genaechtigt.

Wir unternahmen ein paar Wanderungen um die tollen Felsen herum und natuerlich zur Vingerklip.Unterwegs sahen wir Spuren, die aussahen, als ob sie von einem Loewen stammten…Gesehen haben wir keinen, aber vielleicht er uns?

Gestern ging’s auf ne lange Autotour durch’s Hinterland Richtung Swakopmund.Auf dem Weg dorthin wollten wir noch nen Abstecher zur Spitzkoppe machen.Da wir nur sehr staubige Schotterpisten benutzten, dauerte dies einige Stunden.

Dann ploetzlich kam Henners grosse Stunde!Auf einem besonders schmalen und sandigem Stueck blockierte ein steckengebliebener VW-Transporter den Weg!Der sass mal richtig fest!Ein Auto ohne Allrad musste vor ihm auch warten, man kam einfach nicht vorbei.Der Fahrer (Touri) erzaehlte, dass er wohl schon jemandem Bescheid gesagt hatte, der Richtung Brandberg fuhr…

Konnte sich also um Stunden handeln.Er fragte uns, ob wir Allrad haetten und versuchen wuerden, ihn raus zu holen.
Gesagt , getan, allerdings scheiterte der erste Versuch, weil der Dussel irgendwelche Zeltschnuere mit dem Abschleppseil verknotet hatte, die natuerlich sofort rissen.

Zum Glueck hatten wir hinten am Auto eine Moeglichkeit um das echte Abschleppseil dran zu haengen, damit klappte der naechste Versuch problemlos!Und der Henner war der grosse Held!Leider hatte er vorher vergessen, sein rotes Tuch um zu binden…

An der Spitzkoppe angekommen (Hallo Mirko, DANKE fuer den Tip) kamen wir mal wieder aus dem Staunen nicht heraus: Sehr riesige Felsbrocken, die von weitem wie Kleckerburgen aussehen in roter Farbe…Und dann die beiden Spitzkoppen.Sehr schoen zum Klettern und natuerlich zum Fotografieren…

Danach ging’s weiter nach Swakopmund in „The Stiltz“, einer tollen Unterkunft komplett auf Stelzen!Wieder sehr huebsch eingerichtet, mit Riesenbett und Heizdecken darin.Wir hatten diese letzte Nacht sogar laufen, da ohne extrem kalt!Da wir direkt am Atlantik sind, hoerten wir heute Nacht sehr laut das Meer…

Nun mal ein paar Worte zum Essen, alles sehr lecker hier, meistens gibt’s Wild wie Oryx (unser Favourit), Kudu, Elanantilope, Springbock…Henner hatte auch Krokodil probiert, ach und Zebra…

Abschliessend ist zu sagen, dass wir extrem begeistert sind, nur Campen waere nicht Nancys Ding, wegen der doofen grossen Spinnen…

Die werden wir ja ab morgen im Soussusvlei auch wieder treffen…Hoffentlich auch coole Geckos und andere Echsen…

Aeh nebenbei, Nancy kriegt ne neue und vor allem bessere Kamera, die kleine Ixus reicht auf jeden Fall nicht mehr aus!

written by Nancy

P.S.: mehr Bilder gehen leider nicht, da ein Upload, fuer ein kleines Bild ca. 5-10 Minuten dauert. 🙂